Masolino da Panicale.

Tommaso di Cristoforo Fini , Masolino da Panicale genannt, wurde um 1383 in San Giovanni Valdarno geboren.
Für Vasari ist er, vielleicht seines spätgotischen Stiles wegen, ein Schüler von Lorenzo Ghiberti (1378-1455). Für diese These gibt es keine wirklichen Anhaltspunkte, fest steht allerdings, daß Ghiberti für seine künstlerische Formation sehr wichtig gewesen ist.
1423 schrieb er sich für "die Kunst der Ärzte und Heiler" ein und malte die "Madonna con il Bambino di Brema".
Er galt zwar als begabter Künstler, zählte aber nicht zur Elite von Florenz, bis er dem etwa 20 Jahre jüngeren Masaccio (1401-1428) begegnete, der im Atelier seines Landsmannes zu arbeiten begann.
Lange herrschte die Meinung vor, Massoccio sein ein Schüler Masolinos gewesen, dem war aber nicht so, ganz im Gegenteil, Masolino begriff sofort, welche Ausdruckskraft die Malerei Massaccios hatte, mit dem zusammen er zwei Gemälde zeichnete: "Sant’Anna" (um 1424), das heute in den Uffizien hängt und die Fresken der Brancacci Kapelle (1424-28).
Masaccio starb mit nur 27 Jahren, aber Masolino hatte viel von ihm gelernt und sein ganzes Leben lang versuchte er seinen noch immer gotischen Stil mit der Plastizität und Perspektive zu vervollkommnen, den Massaccio in der Kapelle Bracacci zum Ausdruck gebracht hatte.
Die Malerei Masolino ist zwar nicht revolutionär, bringt aber einen lebendigen gotischen Stil zum Ausdruck.
Seine architektonischen Projekte folgten rigoros den neuen perspektivischen Regeln, blieben aber auf die Kreation dekorativer Rahmen für mittelalterliche Szenen mit verzauberten Figuren beschränkt.
Masolino hielt sich 1425 am ungarischen Hof auf, arbeitete dann in Rom, wo er 1428 zusammen mit Masaccio die Fresken in San Clemente und in der Kapelle Santa Caterina malte, und in Castiglione Olona wo er im Auftrag des Kardinals Branda Castiglioni, für den er schon in San Clemente gearbeitet hatte, die Fresken in der Kollegialkirche (Geschichten der Jungfrau) und in der Taufkapelle (Geschichten des Täufers) malte.



HOMEPERSÖNLICHKEITEN