
Renato Guttuso.
Er
wurde am 26.Dezember 1911 in Bagheria,
Palermo geboren.
Er schloß das klassische Gymnasium ab und 1931,
nachdem er sein Jurastudium abgebrochen hatte, daß er auf väterlichen
Wunsch begonnen hatte, zog er nach Rom, wo er zum ersten Mal bei der
"I Quadriennale" ausstellte.
In den Jahren von 1935 bis 1937 hielt er sich in Mailand auf, wo er
mit der künstlerisch experimentellen Bewegung namhafter Künstler
wie Renato Birolli (1905-1959), Giacomo Manzù (1908-1991),
Kritiker wie Enrico Persico (1900-1936) und Philosophen wie Antonio
Banfi (1886-1957), in Berührung kam.
In diesem Ambiente, das strikt antifaschistisch geprägt war,
kam er mit einer Anti-19.Jahrhundert Bewegung in Kontakt, die sich
in Richtung Realismus entwickelte. Trotz seiner eindeutigen ideologischen
Haltung verschrieb sich Guttuso nie dem sozialistischen Realismus
russischer Prägung, sondern filterte jegliche Ideologie mit seiner
mediteranen Einfuehlsamkeit und seinem stolzen und freien Intellekt.
1940 trat er in die Kommunistische Partei ein und folgte in den folgenden
Jahren der, von Ernesto Treccani gegründeten Bewegung, zu der
auch alle Schüler von Banfi gehörten: Remo Cantoni, Enzo
Paci, Antonia Pozzi, Luciano Anceschi, Raffaele de Grada, Daria Menicanti
und Vittorio Sereni.
In dieser Zeit malte er seine "Crocefissione" (1941),
das für eines der besten seiner Bilder gehalten wird.
Er ging in den Widerstand und stand an der Spitze der neuen Künstlerfront
und nach 1948 wurde er einer der Animatoren der Realismusbewegung.
Von da an reagierte er auf den starken ideologischen Druck zu einer
rein politischen Malerei, indem er innerhalb des Realismus Elemente
einer originellen Ausdrucksform entwickelte.
Er hielt sich lange in Varese auf, wo er 1983 das Fresko "Fuga
in Egitto" in der dritten Kapelle in der Via del Monte Sacro
malte.
Er starb 1987 in Rom.
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