
Benigno Bossi.
Geboren am 1. September 1727
in Porto
Ceresio als Sohn von Pietro Luigi, folgte er seinem
Vater, einem Stukkateur in den Jahren von 1743-51 zum Schloß
nach Hubertsburg in Sachsen, nach Nürnberg und nach Dresden.
Vom Vater lernte er das Stuckhandwerk, und während seines Aufenthaltes
in Deutschland wurde er auch Garveur.
1757, zu Beginn des siebenjährigen Krieges, kehrte er nach Italien
zurück, erst nach Mailand und 1760 nach Parma.
Hier beginnt seine Zusammenarbeit mit dem Architekten und Graveur
Ennemond Alexandre Petitot (1727-1801) der, 1753, zum Architekten
der herzoglichen Baustellen ernannt wurde.
1766 wurde Benigno Bossi zum Hofstukkateur ernannt und zum Dozenten
an der Akademie der schönen Künste.
In den folgenden Jahren führte er die Stuckarbeiten im "Palazzo
del giardina" in Parma, im Oratorium des Casinos bei Colorno
und und der herzoglichen Kirche des Ortes, aus. Auch einiger Bilder
dieser Kirche werden ihm zugeschrieben.
Seine größten künstlerischen Erfolge erzielte er in
der Gravierkunst.
Er benutzte vor allem den Aquatintastich in Verbindung mit anderen
Techniken oder allein und schuf Werke von unvergleichlicher Vollkommenheit.
Als Vorlage für seine Eingravierungen dienten häufig eigene
Zeichnungen. Ansonsten arbeitete er gern nach Werken des "Parmigianino"(Francesco
Mazzola 1503-1540).
1772 veröffentlichte er eine Stichsammlung, die dem Künstler
gewidmet ist und als sein Meisterwerk gilt.
Er starb am 4. November 1792 in Parma.
|