 
Ponte Tresa.
Ponte
Tresa war schon in der Römerzeit ein strategisch wichtiger Ort.
An Ponte Tresa führte die Strasse vorbei,
die außer der Via Regina die einzige Verbindung zu Chur und
Konstanz war, bis 1847 am gegenüberliegenden Ufers des Luganer
Sees, in Melide, eine Brücke gebaut wurde, die den Bau einer
Strasse nach Como ermöglichte.
Die Strasse, die zum Gotthard- Lucomagno- und
San Bernadinopaß führte, kam aus Mailand und führte
an Seprio, Varese, und Ganna vorbei und passierte die Brücke
über den Fluß Tresa. Über sie kamen Truppen und Kaiser
wie, Friedrich Barbarossa der I.(1123-1190), die, je nach politischer
Lage, von Norden kamen oder nach Norden abzogen.
Eine Furt durch den Fluß wird zum ersten
Mal von Gregorius von Tours (544-596) in seinem Manuskript "Historia
Francorum" erwähnt und etwa drei Jahrhunderte später,
875, ist zum ersten Mal von einer Brücke die Rede.
Sechs Jahrhunderte später erfährt
man, daß die Brücke 107 Armlängen (ca. 70m) lang sei
und das für die Überquerung ein Zoll verlangt werde.
1512
wird das Kanton Tessin ein Teil der Schweiz und seitdem markiert der
Fluß die Grenze und der zerrissene Grenzort Ponte Tresa wurde
zum posto
di frontiera.
Grenzübergang.
1846 wurde eine neue gemauerte Brücke gebaut,
die 1963 durch eine noch neuere ersetzt worden ist.
1915 fuhr eine Trambahn von Varese nach Ponte
Tresa, diese Verbindung wurde aber 1954 stillgelegt. Noch heute steht
am Seeufer das Trambahnhofsgebäude, das heute anderen Zwecken
dient.
In Ponte Tresa wurde wahrscheinlich 1531 Agostino
Ramelli, geboren.
Von hier können sie das Marchirolotal bis nach Marchirolo hinauffahren
wo sich die Gipsoteca Pellini Bozzolo (Gipsfigurensammlung) befindet
(Via Dante, Tel. +39 0332 737117, geöffnet von Montag bis Freitag
von 8.20-12.30 und von 14.45-1745, Samstag von 9.00-12.00 Uhr).
Hier werden die Gipsabdrücke von Eugenio Pellini (Marchirolo,
1864-ivi,1934) von Eros Pellini 1909-1993) und Adriano Bozzolo(Varese,
1927) ausgestellt.
Wer nicht nach Marchirolo möchte, sollte in Richtung
Luino weiterfahren.
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